Vincent van Gogh

Vincent van Gogh – Ein verrücktes Genie seiner Zeit?
Vincent van Gogh wurde am 30.03.1853 in einer kleinen niederländischen Stadt namens Groot-Zundert geboren. Im Alter von nur 37 Jahren verstarb das Ausnahmetalent durch Selbstmord, das als Begründer der modernen Malerei gilt. Sein Lebenswerk umfasst schätzungsweise 864 Gemälde und weit mehr als 1000 Zeichnungen. Bezeichnend für das Leben des wohl berühmtesten niederländischen Künstlers aller Zeiten ist, dass die Werke allesamt in den letzten 10 Lebensjahren von ihm angefertigt wurden.

Das Leben des Ausnahmekünstlers
Van Gogh wuchs als eines von sechs Kindern in einer kleinen Gemeinde auf. Sein Vater war der Pfarrer der Örtlichkeit. Schon früh zeigte sich, dass sich der Künstler am liebsten von seinen Mitmenschen distanzierte. Vielmehr hegte er eine große Verbundenheit zur Natur. Bereits 1 Jahr vor seiner Geburt mussten seine Eltern ein nicht überlebensfähiges Kind begraben, das ebenfalls von ihnen Vincent getauft wurde. Es deutet viel darauf hin, dass sich der Künstler dadurch wie ein Ersatzkind gefühlt hat. Jedenfalls soll die Geschichte tiefe Narben in seiner Psyche hinterlassen haben. Im Alter von 15 Jahren verließ van Gogh die Schule, obwohl im stets gute Noten beschieden waren. Stattdessen strebte er eine Ausbildung in der Kunsthandlung Goupil & Cie an. Nach erfolgreichem Abschluss wurde er im Jahr 1973 nach London versetzt, da die Kunsthandlung dort ein Zwischlager unterhielt. Fernab der Heimat fühlte er sich einsam, so dass er sich die Zeit mit langen Spaziergängen durch die Stadt und die umliegende Natur vertrieb. Aufgrund einer unerfüllten Liebe ließ er sich einige Zeit später nach Paris versetzen. Dort wandte er sich zunehmend der Religion zu. Er veränderte sein Wesen dergestalt, dass er sich vollständig in seine eigene Welt zurückzog. Andere Mitmenschen behandelte er aggressiv und herablassend, so dass er im Jahr 1876 gekündigt wurde. Seitdem versuchte sich der Zeichner und Maler mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser zu halten. Seit dem Jahr 1880 unterstützte ihn sein Bruder finanziell, so dass sich Vincent als Gegenleistung zur Herstellung von Malereien verpflichtete.

Die bedeutendsten Werke des niederländischen Malers
Zunächst hatte wohl noch niemand geahnt, dass in dem jungen van Gogh ein derartiges Talent schlummern würde. Seine ersten Werke ließen diesen Schluss nicht zu. Er war jedoch von einem unbändigen Lernantrieb besessen, studierte Kunst in Brüssel, kopierte andere berühmte Grafiken, bis er letztendlich die Fähigkeit selbst autodidaktisch erlernt hatte. Vor allem Landschaftsmotive prägen seinen einzigartigen Stil. Während seiner Lebenszeit verkaufte van Gogh kaum Bilder, seine finanzielle Geldnot war allgegenwärtig. Im Jahr 1990 wurde sein Kunstwerk „Porträt des Dr. Gachet“ für stolze 82,5 Millionen Dollar verkauft. Das „Selbstbildnis ohne Bart“ war einem Käufer immerhin 71,5 Millionen Dollar wert. Eines seiner berühmtesten Werke, die „Fünfzehn Sonnenblumen in einer Vase“ erzielte einen Erlös von 39,9 Millionen Dollar. Würde man derartige Summen auf sämtliche der etwa 2000 Arbeiten übertragen, würde van Gogh heute zu den reichsten Menschen der Erde zählen, während er in Wirklichkeit arm und einsam sterben musste.